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Okt
08

Zu meiner Person

Selbstporträt

Wer bin ich?
ich wurde an dem Tag geboren an dem das Britische Antarktis-Territorium erschaffen wurde.
Am selben Tag wie Jackie Joyner-Kersee, eine US-amerikanische Leichtathletin.
Im selben Monat wurde der Vertrag zur Beendigung des Algerienkrieges von Frankreich und Algerien unterzeichnet.
Wir reden vom März 1962

Man sagt daß ich heute schon den größten Part meines Lebens hinter mich gebracht habe und den Statuten nach ein geregeltes Leben führen sollte.
So mit Familie, Haus, Hund, Garten und Firmenwagen. 2 mal im Jahr mit Sack und Pack in Urlaub fliege und mir dann irgendwo am Strand die ersten Melanome hole.
Einen Wohlstandsbauch habe und ab und zu schlafe ich mit der Sekretärin, aber ich werd mich nie von meiner Frau trennen.
Der Job streßt mich dermaßen daß ich vor 2 Jahren einen Herzinfakt hatte und seit dem kürzer trete und eine zusätzliche Lebensversicherung abgeschlossen habe.

Naja, ganz so ist es bei mir nicht, leider oder Gott sei Dank sei dahingestellt.
Früher kamen und gingen die Frauen und es war mir immer ein Leichtes... dachte ich.
Heute kommen und gehen die Frauen auch immer wieder, nur nicht mehr zu mir.

Klar kann das mit meinem Äußeren zu tun haben, aber da bin ich mir nicht sicher, zählen doch mit zunehmenden Alter immer mehr die innneren Werte.
An meinem buschigen Rätzel, also zusammengewachsene Augenbraue, kann es wohl auch nicht liegen.
Meiner etwas vergrößerten Nase liegt mitten im Gesicht, paßt also.
Die Falten in meinem Gesicht geben mir einen leicht erfahrend wirkenden Touch wobei ich denke daß ich nie ausgelernt haben werde.
Meine Haarpracht hat sicherlich schon bessere Zeiten gesehen. Früher... zu meinen Reggae-Zeiten hatte ich sogar schon mal walliges schulterlanges volles Haar... früher.
Die lichten Stellen oben auf dem Kopf lassen sich tatsächlich durch die ewigen Streitereien mit meinen Freundinnen und den daraus resultierenden Kopfschlägen ala "die spinnt doch, die spinnt" erklären.
Ich wirke etwas ungepflegt weil es mir mittlerweile zu lästig ist jeden Morgen gebügelt, adrett und rasiert dazustehen.
Wenn mein Äußeres einen Teil meines Innerens wiederspiegelt, dann ist das Gesamtbild damit auch stimmig.
Meinen Style würde ich als lässig definieren, wobei auch hier eher der Egal-Faktor zu Buche schlägt.
Einzig mein Hut ist mit Bedacht gewählt, erinnert er mich doch jeden Tag an meinen letzten Urlaub, aber das ist ein anderes Thema.
Leicht nach links gebeugt, ein Resultat einer früheren Fußoperation, ist mein Gang eher unauffällig, relaxt und ohne jegliche Hektik.
Den Bodymassindex halte ich nicht ein, aber bald sind die überschüssigen Pfunde verschwunden, treibe ich doch regelmäßig Fitnesstraining und versuche alle paar Monate eine Diät durchzuziehen.
Im Kopf bin ich eher jung geblieben und verschliesse mich keineswegs dem Neuen. Neugierig hänge ich erzählenden Menschen an der Lippe. Endgültigkeit hat bei mir keinen Platz.
Ich hasse Abhängigkeiten von vordefinierten Abläufen und festgefahrenen Ansichten. Die ach so normalen Wichtigkeiten im Leben spielen bei mir eher eine untergeordnete Rolle, wenn überhaupt.
Aus diesem Grund gelte ich bei einigen Zeitgenossen als "verrückt und nicht zu belehren". Wie oft wurde mir schon nachgerufen "Du wirst schon sehen, später, das ich Recht hatte".
Eigentlich lebe ich gerade mein zweites Leben in diesem Körper in dieser Episode. Im ersten Teil war ich das was von mir erwartet wurde und schrecklich angepasst.
Doch das Universum meinte mir eine zweite Chance geben zu müssen, auch wenn dieser Weg alles andere als leicht ist. Es ist immer einfacher mitzufließen als selbst tätig zu werden.
Es ist so unverschämt simple die Schuld an einem nicht gelebten Leben Anderen, bloß nicht sich selbst zu geben. Nicht zu spät wurde mir ein neuer Weg eröffnet, schwer, mit großen Schwankungen aber meinem Selbst entsprechend.
Auf diesem Weg befinde ich mich und kämpfe sowohl gegen die Windmühlen der trägen Normalität als auch gegen mich selbst und meinem inneren Schweinehund.

Ich werde wie ich sein soll wie ich sein will wie ich sein werde. 

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Gäste — Skippy The Bushkangaroo
Zitat: Auf diesem Weg befinde ich mich und kämpfe sowohl gegen die Windmühlen der trägen Normalität als auch gegen mich selbst und... Weiterlesen
Montag, 02. März 2020 12:53
Gäste — Alex
Wer bin ich? ich wurde an dem Tag geboren an dem das Britische Antarktis-Territorium erschaffen wurde. Am selben Tag wie Jackie Jo... Weiterlesen
Donnerstag, 19. März 2020 14:00
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Mai
11

Elternhaus zum Verkauf

Endlich ist es soweit, das Elternhaus steht zum Verkauf.
Davon hängt auch meine Reiseplanung entscheidend ab!

 

...

Unverbaubarer Blick ins Grüne & circa 345m² Platz zum Entfalten

Einfamilienhaus zum Kauf (Haus/Kauf): 9 Zimmer - 315 qm - Heidgen 10, 51467 Bergisch Gladbach, Bergisch Gladbach bei ImmobilienScout24 (Scout-ID: 113240848)
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Aug
28

Byebye Micky - die 2.

Nach dem ersten Schock gewöhnt sich Micky so langsam an die neue Umgebung.

Er darf nun auch schon aus dem "Quarantäne-Container" in den angeschlossenen umzäunten Auslauf (im Bild der umkreiste Bereich).

In ein paar Wochen, wenn er sein "altes" Zuhause vergessen hat bzw. nicht mehr den Drang verspürt nach Hause zu gehen,
kommt die nächste Stufe - der Freigang...

Wir bleiben dran! 

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Aug
15

Byebye Micky!

Nach dem Tod meiner Mutter war schnell klar geworden das das Elternhaus veräußert werden muss.

Alle 5 Erben (naja, sagen wir mal mindestens 3) wollen Geld sehen und aufgrund mangelnder finanzieller Mittel steht das Haus nun zum Verkauf.
Bis dato ist zwar noch kein Käufer in Sicht aber es ist nur eine Frage der Zeit bis sich jemand findet.
Allerdings hatte meine Mutter ihren treuen Begleiter Micky hinterlassen um den Gaby und ich uns gekümmert haben.

Es war klar dass spätestens mit dem Verkauf des Hauses Micky ein neues Zuhause braucht, bzw. sich irgendeine Alternative eröffnet.
Der Vorschlag von einem meiner Brüder "Wenn gar nichts geht lassen wir ihn einfach einschläfern" machte mich Anfangs sehr wütend und ich wünschte ihm definitiv nichts Gutes.
Also fing ich an mich umzuhören und nach Alternativen zu suchen.
Nach ca. 20 Anfragen bei Gnadenhöfen u.ä., von denen ca. 80% es noch nicht mal für nötig empfanden überhaupt zu antworten, hatte ich die Hoffnung fast schon aufgegeben.

Mein Wunsch wurde, so dachte ich, von keinem erhört und das machte mich tief traurig.
Doch wenn du denkst das nichts mehr geht kommt immer von irgendwo ein Lichtblick. So auch in diesem Fall.
Bei einem gemütlichen Grillen bei meinen Freunden in Mönchengladbach kam das Thema Micky natürlich auch zur Sprache und Alex meinte so nebenbei ich könnte ja mal
bei einem Hof ganz in der Nähe anfragen und gab mir die Adresse.
...

Mon Ro Ranch - Home

Tolle Umgebung, viel Platz, sehr nette Menschen und Tiere !!!

Zuhause angekommen schickte ich sofort eine E-Mail an diesen Hof und wie so oft kam keine Antwort...


Dann fast 2 Wochen später kam eine sehr lieb geschriebene E-Mail von Anja von der MonRo Ranch in der sie sich der späten Antwort wegen entschuldigte. Sie war im Urlaub.
"Aber", so fuhr sie fort, "es ist kein Problem für uns die Katze aufzunehmen..."

Der Stein der von meinem Herzen fiel war mindestens eine Tonne schwer und mir kamen die Tränen in den Augen, aber auch Zweifel ob es wirklich dazu kommen würde...
(Warum immer dieser Zweifel???)

Nachdem alle Vorbereitungen abgeschlossen waren war heute der Termin von Mickys Umzug.

Ein trickreiches "Einfangen" gelang durch ein vorgetäuschtes Frühstück mit einem beherztem Griff und einer so schnellen Beförderung in den Transportkäfig dass Micky gar keine Zeit zur Reaktion blieb.
Natürlich war das Gemotze und Gejammer während der einstündigen Fahr groß, aber, nun ist er angekommen.
Hoffentlich sein letzter Altersruhesitz.

Die MonRo Ranch hat so viele herzliche Helfer und Menschen und liegt toll gelegen in Mitten von Feldern, Wiesen und Wäldern.
Micky wird, nach der Eingewöhnungszeit, dort eine tolle Zeit erleben und glücklich bis zum Ende seiner Tage verbleiben.

Nun liegt es an mir den Abschied zu verarbeiten, schließlich geht es wieder ein Stückchen weiter auf meinem Weg.
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Gäste — Klaus
Oh, wie toll Hat er's doch geschafft. Weiter so... Weiterlesen
Sonntag, 18. August 2019 15:52
Gäste — Brenner Marcel
Hallo Heiner, Toll geschrieben, LG Marcel
Sonntag, 18. August 2019 19:33
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Okt
15

Drohne

Es war schon bei meinem letzten Urlaub ein Erlebnis die Gegenden aus einer ganz neuen Perspektive zu erkunden.


Der am Anfang zögerliche Einsatz meiner Drohne zeigte mir eine neue Welt in Australien.
Wenn Du so auf einem Track mitten im Nirgendwo unterwegs bist kann es schon ganz schön langweilig werden...

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